Leitbild und Ziele
Was ist für unseren Verein Lebendiger leben! e.V. wichtig?
Selbstbestimmung heißt für uns:
- wir achten und wahren persönliche Grenzen und Lebensentwürfe,
- wir respektieren Einschränkungen durch Behinderung und Erkrankung und
- jede Person darf sich für ganz eigene Wege entscheiden.v
Bei uns darf niemand benachteiligt werden. Unser Verein ist ein Schutzraum vor Diskriminierung jeder Art.
Es ist egal:
- wo jemand herkommt
- welche Hautfarbe jemand hat
- welche Sprache jemand spricht
- wie und mit wem jemand lebt
- woran jemand glaubt
- ob jemand erkrankt ist oder eine Behinderung hat und
- ob jemand wenig oder viel Geld hat.
Das gilt für unsere Mitarbeiter:innen und auch für alle Frauen*, die wir beraten.
Wer andere Personen benachteiligt:
- kann bei uns nicht langfristig mitarbeiten
- oder an unseren Projekten und Veranstaltungen teilnehmen.
Unsere Beratung ist:
- kostenlos
- vertraulich
- persönlich und
- politisch unabhängig.
Wir wollen Lösungen finden und bei diesen Lösungen begleiten. Wenn wir selbst nicht helfen können, vermitteln wir an Partner:innen weiter. Frauen*, die nicht mobil sind, können wir sachsenweit zu Hause besuchen. Wir hören jeder Frau* zu und nehmen sie ernst. Frauen* sollen alles über ihre Erkrankung wissen. Sie sollen sich selbst aktiv um ihre Gesundheit und ihre Kontakte kümmern können.
Wir arbeiten politisch. Wir:
- fördern, dass Frauen* mit Behinderungen die gleichen Chancen haben
- machen Sozialpolitik, Gleichstellungspolitik und setzen uns für Menschen mit Beeinträchtigungen ein
- vertreten die Interessen von Frauen* mit Beeinträchtigung
- helfen, Medien barrierefrei zu erreichen und benutzen eine gleichberechtigte Sprache für alle.
Wir sind das sächsische Netzwerk von Frauen* mit Behinderungen. Wir arbeiten zusammen mit anderen Netzwerken, Schulen und Hochschulen in Sachsen.
Wie wollen wir miteinander umgehen?
- Die Vereinsfrauen* und unsere Klientinnen bestimmen unsere Arbeit
- Wir respektieren jede Lebensgeschichte und jede Behinderung
- Wir setzen uns dafür ein, dass sich alle Personen menschlich begegnen und würdevoll miteinander umgehen.
In unserem Verein können sich Frauen* begegnen und austauschen. Diese Gemeinschaft gibt ihnen Stärke und Sicherheit.
Für unsere Mitarbeiter:innen gilt:
- jede Arbeit ist wichtig und wird respektiert
- jede Frau darf in ihren Arbeitsbereichen Entscheidungen treffen
- wir beachten persönliche Grenzen
- wir bilden uns persönlich und beruflich weiter und
- Wissen durch eigene Erfahrung mit Behinderung (Peer-Prinzip) und
- Wissen durch Ausbildung (Ausbildungs-Prinzip) sind gleichberechtigt
Menschen mit Behinderungen sollen nicht nur im Gesetz, sondern in ihrem Alltag gleichberechtigt sein. Das wollen wir gemeinsam erreichen.
Wie arbeiten wir?
- Die Vereinsfrauen und die Klientinnen bestimmen maßgeblich die Arbeit.
- Wir fordern und fördern den Respekt vor der individuellen Lebensgeschichte und Behinderung anderer Klientinnen.
- Wir folgen der Vision einer Gesellschaft, die sich menschlich begegnet und in der ein würdevoller Umgang zwischen Klientinnen und Mitarbeiterinnen stattfindet.
Für unsere Vereinsfrauen schaffen wir Begegnungsmöglichkeiten, denn eine nicht bewertende Gemeinschaft schafft Stärke und Sicherheit.
Für die Mitarbeiterinnen des Vereins, unabhängig von der Ausbildung gilt:
- jede Arbeit ist wichtig und wird respektiert
- in ihren haupt- und ehrenamtlichen Arbeitsbereichen ist jede Frau kompetent, Entscheidungen zu treffen
- Persönliche Grenzen werden gewahrt
- Weiterbildungen zur persönlichen und beruflichen Entwicklung werden gefördert
- das Peer-Prinzip (Lebensqualifikation durch eigene Behinderung) und das Ausbildungsprinzip stehen gleichberechtigt neben einander